Nobelpreis

No|bẹl|preis 〈m. 1jährlich verliehener Preis für die besten Leistungen auf den Gebieten der Physik, Chemie, Medizin, Literatur, Wirtschaftswissenschaft u. zur Förderung des Weltfriedens [nach dem schwed. Chemiker Alfred Nobel, 1833-1896]

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No|bẹl|preis, der; -es, -e:
von dem schwed. Chemiker u. Industriellen A. Nobel (1833–1896) gestifteter, jährlich für hervorragende kulturelle, wissenschaftliche Leistungen auf verschiedenen Gebieten verliehener Geldpreis.

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Nobẹlpreis,
 
hoch angesehene internationale, auf die testamentarische Verfügung A. Nobels zurückgehende Auszeichnung, jährlich finanziert durch die Nobelstiftung mit dem Jahreszins ihres Vermögens, und zwar für Leistungen auf den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Verdienste um die Erhaltung des Friedens (Friedensnobelpreis). Nobel bestimmte, dass die Preisträger für Physik und Chemie von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Physiologie oder Medizin vom Karolinska Medikokirurgiska Institutet in Stockholm, die Literaturpreisträger von der Schwedischen Akademie in Stockholm und die Friedenspreisträger durch einen fünfköpfigen Ausschuss des norwegischen Storting ausgewählt werden sollen.
 
In der Regel wird der Friedensnobelpreis vom norwegischen König in Oslo verliehen, die anderen Nobelpreise überreicht der schwedische König in Stockholm am Todestag Nobels (10. 12.). Bei dieser offiziellen Verleihung werden den Preisträgern der Geldbetrag (Anweisung), ein Diplom und eine Goldmedaille mit dem Bild Nobels und einer Inschrift überreicht. Die Höhe eines (ungeteilten) Preises liegt 2001 bei 10 Mio. skr.
 
Der Fonds des 1969 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestifteten Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften (»Preis für Ökonomische Wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel«) ist von dem der Nobelstiftung getrennt. Der den anderen fünf in der Höhe entsprechende Preis wird von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften vergeben.
 
Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften verleiht seit 1982 auch den Crafoord-Preis, nach Verfügung von Anna-Greta (* 1914, ✝ 1994) und Holger Crafoord (* 1908, ✝ 1982) im jährlichen Wechsel für Grundlagenforschung auf vier Gebieten: Mathematik, Astronomie, Geo- und Biowissenschaften (Letztere unter besonderer Berücksichtigung der Ökologie und der Arthritisforschung) in Höhe von (2001) 500 000 US-$.
 
Als »alternativer Nobelpreis« wird der »Right Livelihood Award« bezeichnet (Right Livelihood Award Stiftelsen).
 
 
Brockhaus Nobelpreise. Chronik herausragender Leistungen, hg. v. der Lexikonredaktion des Verlags F. A. Brockhaus, Mannheim (2001);
 H. Filser: N.. Der Mythos, die Fakten, die Hintergründe (2001);
 B. Kupfer: Lex. der N.-Träger (2001);
 
N.-Träger, hg. v. P. Frieß (2001).

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No|bẹl|preis, der; -es, -e: von dem schwed. Chemiker u. Industriellen A. Nobel (1833-1896) gestifteter, jährlich für hervorragende kulturelle, wissenschaftliche Leistungen auf verschiedenen Gebieten verliehener Geldpreis: der N. für Literatur.

Universal-Lexikon. 2012.

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